„Südafrika // Business, Finance & Travel“

Andreas Franik im Gespräch: "Südafrika jenseits von Klischees erlebbar machen"

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Bekannt von n-tv, heute mit FinanceNewsTV auf dem Börsenparkett und bei YouTube, ist Andreas Franik seit vielen Jahren eine feste Größe in der Fondsbranche. Als Moderator ist er auf den Bühnen der Finanzwelt zu Hause, auf LinkedIn und Facebook verfolgen tausende Follower seine informativen und zugleich kurzweiligen Gespräche mit Persönlichkeiten der Fondsindustrie. Was viele jedoch nicht wissen: Vor knapp anderthalb Jahren hat Franik ein neues Projekt ins Leben gerufen – die LinkedIn-Gruppe „Südafrika // Business, Finance & Travel“.  Warum ihn gerade dieses Land so fasziniert und welchen Mehrwert die Gruppe bietet, erklärt er im Gespräch mit dem FundSpotter.

Südafrika begeistert mit Landschaft, Kultur und Kulinarik. War das wirklich der Auslöser für eine LinkedIn-Gruppe im Business-Kontext?
Andreas Franik: Das wird viele überraschen, aber ja – genau das war der Auslöser. Südafrika hat uns auf unserer ersten Reise vollkommen gepackt: die Weite und Vielfalt der Landschaften, die Offenheit der Menschen, die beeindruckenden Weingüter, dieses Zusammenspiel aus Natur, Kultur und Lebensfreude. Man spricht ja gern vom „Südafrika-Virus“ – und genau den haben wir uns eingefangen. Aus dieser Begeisterung heraus entstand der Wunsch, unsere Eindrücke zu teilen: mit Freunden, Geschäftspartnern und Wegbegleitern aus der Finanzbranche – bewusst auf LinkedIn. Gerade weil Südafrika kein klassisches Mainstream-Thema im Business-Umfeld ist, wollten wir einen Raum schaffen, der über Zahlen, Märkte und Renditen hinausgeht und neue Perspektiven eröffnet.


Südafrika: Landschaft, Kultur und Kulinarik.

Südafrika ist kein klassisches Mainstream-Thema im Business-Umfeld. Andreas Franik und seine Frau schaffen auf LinkedIn einen Raum, der über Zahlen, Märkte und Renditen hinausgeht und neue Perspektiven eröffnet. Die Gruppe soll Begeisterung wecken, Informationen liefern und Menschen miteinander verbinden.

LinkedIn - Südafrika // Business, Finance & Travel

Was möchtet Ihr mit der Gruppe erreichen?
Franik: Die Gruppe ist kein touristisches Schaufenster, sondern eine Einladung. Sie soll Begeisterung wecken, Informationen liefern und Menschen miteinander verbinden – auch in einem Netzwerk, das sonst sehr rational geprägt ist. Südafrika eignet sich hervorragend, um wirtschaftliche, politische und kulturelle Themen miteinander zu verknüpfen.

Deine Frau Daniela ist ebenfalls sehr aktiv. Gibt es eine Arbeitsteilung?
Franik: Ja, die hat sich ganz organisch entwickelt. Ich kümmere mich eher um die harten Fakten: Politik, Wirtschaft, Kapitalmärkte und deren Einordnung. Daniela übernimmt die inspirierenden Themen – Weingüter, besondere Weine, Rankings und kulturelle Highlights. Diese Kombination funktioniert sehr gut: Substanz trifft Emotion, Analyse trifft Lebensgefühl. Genau deshalb möchten wir diese Arbeitsteilung auch beibehalten.

Wie ist Deine persönliche Verbindung zu Südafrika?
Franik: Unsere Verbindung geht weit über das Reisen hinaus. Über die Jahre sind enge Beziehungen entstanden – zu Südafrikanern ebenso wie zu Deutschen, die dort leben oder regelmäßig Zeit vor Ort verbringen. Dieses Netzwerk steht für Freundschaften, Vertrauen und Austausch. Gerade durch viele Gespräche vor Ort haben wir eine differenziertere Sicht auf das Land gewonnen – auf seine Chancen ebenso wie auf seine Herausforderungen. Genau diese Perspektiven teilen wir in der Gruppe, um Südafrika jenseits von Klischees erlebbar zu machen.

Wer folgt der Gruppe? Vor allem Finanzprofis?
Franik: Die Gruppe ist sehr vielfältig. Natürlich gibt es aufgrund meines Netzwerks einen Schwerpunkt in der Finanzbranche – viele kommen aus Asset Management, Fondsindustrie oder angrenzenden Bereichen. Gleichzeitig sind auch viele dabei, die einfach ein realistisches, fundiertes Interesse an Südafrika haben. Diese Mischung macht den Austausch besonders spannend.

Was fasziniert Dich an Südafrika ganz persönlich am meisten?
Franik: Zunächst die Landschaft: diese Weite und die enorme Vielfalt an Klima- und Vegetationszonen. Um es bildhaft zu sagen: Es ist durchaus möglich, dass neben einer deutschen Eiche plötzlich eine Palme steht. Mindestens genauso prägend sind die Menschen. Die Herzlichkeit, die Servicequalität und die positive Grundstimmung begegnen einem überall – im Restaurant, im Supermarkt oder an der Tankstelle. Und dann gibt es noch einen sehr pragmatischen Vorteil: Man fliegt ans andere Ende der Welt und ist trotzdem in derselben Zeitzone wie Deutschland. Kein Jetlag – das macht den Aufenthalt deutlich entspannter.

Wie siehst Du die Perspektiven Afrikas und insbesondere Südafrikas?
Franik: Die Herausforderungen sind erheblich: Korruption, Bevölkerungswachstum und strukturelle Defizite darf man nicht kleinreden. Gleichzeitig entstehen daraus enorme Chancen. Studien zeigen, dass bis 2029 rund 75 Millionen neue Arbeitsplätze in Afrika entstehen könnten, während Europa Arbeitsplätze verliert. Das unterstreicht das Momentum des Kontinents. Südafrika nimmt dabei eine besondere Rolle ein: funktionierende Kapitalmärkte, gute Infrastruktur und eine starke internationale Anbindung. Die Regierung der Nationalen Einheit sorgt trotz aller Schwierigkeiten für Stabilität. Hinzu kommen positive Signale wie das Streichen von der FATF-Greylist, Haushaltsüberschüsse, Zinssenkungen und ein stärkerer Rand. All das stimmt mich vorsichtig optimistisch.

Drei Gründe, warum jeder einmal nach Südafrika reisen sollte?
Franik: Erstens: die Menschen – ihre Offenheit und Lebensfreude sind unglaublich bereichernd. Zweitens: die außergewöhnliche Servicequalität, das hervorragende Essen und die exzellenten Weine. Und drittens: das Licht. Für Fotografen – ob Profi oder Hobby – sind die Bedingungen nahezu perfekt.

Viele Leser interessiert das Thema Sicherheit. Wie bewertest Du das?
Franik: Das ist eine berechtigte Frage. Kriminalität ist ein Thema und darf nicht ignoriert werden. Gleichzeitig gelten dort im Grunde dieselben Regeln wie in vielen Metropolen weltweit: aufmerksam sein, Wertgegenstände nicht offen zeigen, abends umsichtig unterwegs sein und eher auf Uber setzen. Mit gesundem Menschenverstand relativiert sich vieles. Unsere Erfahrungen waren durchweg positiv – und das Bild ist deutlich differenzierter, als es oft in den Medien dargestellt wird.

Zum Abschluss: Warum sollte man Eurer LinkedIn-Gruppe folgen?
Franik: Weil man dort Informationen und Einordnungen findet, die so in klassischen Medien selten vorkommen. Die Inhalte sind subjektiv geprägt – und genau deshalb authentisch. Die Gruppe verbindet Börse, Wirtschaft und Politik mit Kultur, Kulinarik und Reisen. Selbst wenn man nicht plant, kurzfristig nach Südafrika zu reisen, lohnt sich der Blick: Er erweitert den Horizont – für Südafrika im Besonderen und für Afrika im Allgemeinen. Wir freuen uns über jeden, der Teil dieses Austauschs wird.

Seit mehr als 35 Jahren ist Andreas Franik im Bereich Fernsehen, Moderation und Kommunikation unterwegs. Er startete seine Karriere 1990 bei einem Berliner Radiosender, den er im Jahre 2000 als Chefredakteur in Richtung n-tv verließ. Beim Nachrichtensender war er bis 2008 als Moderator und Chef vom Dienst für die „Telebörse“ und die News tätig. An der Börse Stuttgart leitete er bis 2013 den Bereich TV-Kommunikation. Seitdem ist der gebürtige Potsdamer Geschäftsführender Gesellschafter der Multimedia-Agentur Fimeco GmbH und in dieser Position ein gefragter Moderator, Mediencoach und Social-Media-Berater.

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