Rohstoffmärkte

Gold und Silber – Wo stehen die Edelmetalle aktuell?


Martin Utschneider, Kapitalmarkexperte RoboMarkets


Gold und Silber sorgen im Spätherbst 2025 erneut für Gesprächsstoff. Beide Metalle zeigen sich stabil, aber die charttechnischen Signale fallen unterschiedlich aus. Während Gold nach seiner jüngsten Erholung gegen einen hartnäckigen Widerstand anläuft, steht Silber möglicherweise am Beginn einer größeren Trendwende.

Gold: Aufschwung mit Bremsspuren
Gold hat sich in den vergangenen Wochen deutlich erholt. Die starke Unterstützungszone rund um 3.900 US-Dollar hat mehrfach gehalten und diente als Sprungbrett für die aktuelle Aufwärtsbewegung. Doch nun wird es spannend: Im Bereich zwischen 4.150 und 4.200 Dollar türmt sich ein Widerstand auf, an dem der Kurs zuletzt mehrfach abgeprallt ist.

Hinzu kommt: Viele technische Indikatoren signalisieren einen überkauften Markt. Das spricht dafür, dass Gold in den kommenden Wochen eine Verschnaufpause einlegen könnte. Erst ein überzeugender Ausbruch über die 4.200-Dollar-Marke würde den Weg frei machen in Richtung 4.300 bis 4.400 Dollar. Fällt der Kurs hingegen unter 3.900 Dollar, wäre Vorsicht angebracht – das würde die jüngste Erholung infrage stellen.

Mittelfristig bleibt der Trend aber intakt. Sollten die Notenbanken im kommenden Jahr tatsächlich lockerer werden oder der US-Dollar an Kraft verlieren, könnte Gold davon profitieren. Ein Anstieg bis in den Bereich von 4.300 bis 4.500 Dollar gilt dann als gut möglich.

Silber: Warten auf den Ausbruch
Silber dagegen bewegt sich in einer etwas anderen Marktphase. Das Metall pendelt derzeit um die 52 Dollar und steckt noch in einer breiten Konsolidierung fest. Allerdings macht das Chartbild Hoffnung: Eine mögliche „Inverse Schulter-Kopf-Schulter Formation“ deutet auf eine Trendwende hin. Vorausgesetzt, Silber schafft endlich den Sprung über die Hürde bei 55 Dollar.

Darunter liegt die kritische Unterstützung zwischen 46 und 45 Dollar. Solange diese hält, bleibt die Ausgangslage positiv. Ein Ausbruch würde Silber in die Lage versetzen, mittelfristig Kurs auf bis 60 Dollar zu nehmen. Die Industrienachfrage – insbesondere aus der Solar- und Elektronikbranche – könnte diesen Trend zusätzlich stützen. Bleibt der Ausbruch allerdings aus, dürfte Silber noch eine Weile seitwärts laufen.

Fazit: Zwei Metalle, zwei Geschichten
Gold zeigt Stärke, braucht aber einen klaren Impuls nach oben, um seinen Trend fortzusetzen. Silber steht dagegen an einer potenziell entscheidenden Weggabelung: Kommt der Ausbruch, könnten die Kursziele deutlich höher liegen als beim „großen Bruder“ Gold. Für Anleger bedeutet das: Gold eignet sich derzeit gut für eine ruhige Trendbegleitung. Silber hingegen bietet höhere Chancen – allerdings erst, wenn der Markt das entscheidende Kaufsignal liefert.

Fazit: Zwei Metalle, zwei Geschichten
Gold zeigt Stärke, braucht aber einen klaren Impuls nach oben, um seinen Trend fortzusetzen. Silber steht dagegen an einer potenziell entscheidenden Weggabelung: Kommt der Ausbruch, könnten die Kursziele deutlich höher liegen als beim „großen Bruder“ Gold. Für Anleger bedeutet das: Gold eignet sich derzeit gut für eine ruhige Trendbegleitung. Silber hingegen bietet höhere Chancen – allerdings erst, wenn der Markt das entscheidende Kaufsignal liefert.

Martin Utschneider war viele Jahre für diverse Privatbanken tätig (u.a. „Donner & Reuschel“ und die „Alpen Privatbank“). Zudem ist er für diverse zertifizierte Weiterbildungsakademien und Hochschulen als Fachdozent und Prüfer aktiv. Seine Analysen finden im deutschsprachigen Raum (D, A, CH, FL, LUX) sehr große Beachtung. Er ist regelmäßig bei ARD, N-TV, Welt (vormals n24) sowie DerAktionärTV und Wallstreet:Online TV Interviewgast und zählt zu den meist zitierten Experten seines Fachgebietes (u.a. Handelsblatt, Manager Magazin, Börsenzeitung, FAZ, SZ, Focus, Börse Online, Der Aktionär, Börse Online). Seit Juli 2025 ist er als Kapitalmarktexperte für RoboMarkets Deutschland tätig.

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