Der Fonds Analyst

Value-Holdings Deutschland Fund: Mehr als 20 Jahre erfolgreiches Value-Investing 

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"Wir investieren in werthaltige Unternehmen!“ - so lautet der Slogan unserer näch­sten Neuvorstellung. Doch von welchem Fonds sprechen wir? Es handelt sich um den Value-Holdings Deutschland Fund, der bis 2017 noch den Namen Value-Holdings Capital Partners Fund trug. 

Die Company
Die Value Holdings AG wurde bereits 1992 von Georg Geiger gegründet und verwaltet mit seinem fünfköpfigen Team über 100 Mio. Euro an Kundengeldern. Der Sitz der Gesellschaft ist in Augsburg. Georg Geiger sagt: „Seit der Gründung vor über 30 Jahren stehen wir für Stilkonsistenz und eine disziplinierte Value-Investing-Philosophie. Vertrauen schaffen wir durch Transparenz, Verlässlichkeit und langfristiges Denken – Werte, die wir seit jeher leben und die unsere Anleger an uns schätzen.“ Die Besonderheit der Company ist das eigene Primär-Research mit proprietären Bewertungsmodellen, die langfristig bewährte Value-Strategie ohne Benchmark-Orientierung. Sowohl das Management als auch die Organmitglieder sind selbst investiert. Man agiert als bankenunabhängiger Manager und ist nur dem Erfolg des Portfolios verpflichtet. Das Expertenteam für deutsche Nebenwerte hat in Summe mehr als 60 Jahre Erfahrung und final dient die eigentümergeführte Unternehmenskultur als Basis für unabhängiges, unternehmerisches Denken und langfristiges Investieren.  

Die Macher 
Neben Georg Geiger, der seit der Auflage des Fonds im Jahr 2002 den Fonds managed, ist als zweiter Manager Alexander Dominicus als Vorstand und Fondsmanager aktiv. Er kam im Frühjahr 2025 zur Value Holdings AG und war zuvor als Director bei MainFirst tätig, wo er über mehr als 10 Jahre als Portfoliomanager für die Verwaltung von deutschen und europäischen Publikumsfonds verantwortlich war. Das Management erfolgt im Teamansatz. Sowohl der Fonds als auch die Manager wurden seitens der Fachpresse mehrfach für ihre Leistungen ausgezeichnet, u.a. Fundaward 2024 (BörseOnline, EURO Gruppe), beste Fondsmanager 2024 (Handelsblatt), Höchstnote Top Fondsboutiquen (Capital), Deutscher Fondspreis 2025 „herausragend“ von Fondsprofessionell.

Die Philosophie
Die Kombination Deutschland, Small-Caps und Value hat schwere Zeiten hinter sich, da über die letzten Jahre bei vielen Investoren eher USA, Mega-Caps aus dem Growth-Sektor beliebt waren. So haben sich ordentliche Bewertungsunterschiede zwischen Large- und Small-Caps, zwischen Europa und den USA aufgebaut, und die Bewertung von Value-Titeln war teilweise absurd niedrig. Aber das könnte sich nun ändern. Investiert wird in Unternehmen mit mindestens 30 % Abschlag zum inneren Wert, der Fokus liegt dabei auf hohem Wertzuwachs, unabhängig einer Benchmark. Das Anlageuniversum sind Aktien aus der Region Deutschland. Der Fokus liegt auf Small- und Mid-Caps, beziehungsweise dem Mittelstand. Das Management ist aber hinsichtlich der Marktkapitalisierung flexibel. Derivate werden nicht eingesetzt, dafür ist die Kassehaltung aktiv und von Investmentopportunitäten abhängig. Das Thema ESG spielt beim Management keine Rolle. Der Managementansatz ist eher antizyklisch, und man hat ein tiefes Verständnis der Unternehmen, welches über die jahrzehntelange Erfahrung mit deutschen Mittelständlern untermauert wird.

Der Prozess 
Die Titel werden rein Bottom-up ausgewählt. Dabei ist das eigene sehr tiefgreifende Research der Kern der Strategie. Bei der Titelauswahl steht die Bewertung an oberster Stelle, selbstredend wird aber auch die Qualität des Geschäftsmodells und das Management beurteilt. Zusammengefasst: „Good Business, good People, good Price!“ 

Von den insgesamt 5.500 börsennotierten Unternehmen kommen nach einer Vorauswahl rund 200 Titel für den Fonds in Frage. Primär stammen die Titel aus den Sektoren Industriegüter, Fahrzeuge + Zulieferer, Konsumgüter, Dienst­eistungen, Bau + Baustoffe, Elektronik, Technologie, IT und Chemie. Der Fokus liegt auf Unternehmen, deren Geschäftsmodell für das Management nachvollziebar ist, sodass die künftige Entwicklung verlässlich abschätzbar ist. Jede Aktie wird mit einem eigenen tiefgreifenden Bewertungsmodell beurteilt. Jeder Titel, in dem man gewöhnlich sukzessive einsteigt, erhält beim Kauf ein Kursziel. Wird dieses Ziel erreicht und es gibt keine Gründe für eine Anpassung, wird entsprechend verkauft. Beim Portfolioaufbau gibt es keine Gewichtungsgrenzen, lediglich die UCITS-Vorgaben werden eingehalten. So entsteht ein konzentriertes High Conviction Portfolio. Die Positionen werden laufend überprüft, der Kaufabschlag auf den inneren Wert von mindestens 30 % bietet einen zusätzlichen Risikopuffer. Auch die Bilanzen und Veröffentlichungen der Firmen werden stets analysiert, und insbesondere die Verschuldungskennziffern werden genau beobachtet.

Die Performance
Aktuell (per 21.11.2025) liegt man YTD bei einem Plus von 13,38 %, über 1 Jahr bei +17,81 %, über 3 Jahre bei einem Plus von 25,51 % und über 5 Jahre bei +49,43 %. Seit Auflage kann der Fonds um 402,57 % zulegen, was einer Entwicklung von 7,06 % p.a. entspricht. Im Chart haben wir die Entwicklung des Fonds gegen den Vergleichsgruppenindex (MSCI Germany Small Cap NR) und den Durchschnitt der Vergleichsgruppe  (EAA Fund Germany Small/ Mid-Cap Equity) über 5 Jahre abgebildet. Morningstar stuft das Risiko des Fonds als unterdurchschnittlich ein, den Ertrag aber als überdurch­schnittlich. Insbesondere das sogenannte Downside Capture ist mit 55 deutlich niedriger als der Durchschnitt der Vergleichs­gruppe, und auch der Maximum Drawdown ist im Vergleich deutlich niedriger.

Das Portfolio
​Lassen Sie uns zum Abschluss einen Blick in das aktuell rund 30 Mio. Euro große Portfolio werfen. Das Portfolio ist per Ende Oktober zu 95,32 % in Aktien investiert, sodass weiterhin 4,68 % Liquidität für Investitionen zur Verfügung stehen. Per 31.10.2025 befinden sich lediglich 24 Titel im Fonds, was den High Conviction Ansatz der Strategie unterstreicht. Die Top Positionen lauten: Vossloh 8,18 %, SAF-Holland 7,81 %,Traton 7,20 %, Ringmetall 5,27 %. Auf Sektor Ebene entfallen rund 56,34 % des Vermögens auf Titel aus dem Industriesektor, im Sektor Nicht-Basiskonsumgüter stecken rund 17,69 % des Portfolios und im Sektor Technologie sind 9,4 % investiert. 

Wo Value draufsteht, ist auch Value drin
Gemäß Morningstar ist man in der 5 Jahres Betrachtung im Vergleich zur Vergleichsgruppe wenig verwunderlich deutlich stärker im Value-Sektor investiert. 56 % entfallen auf Small-Cap Value-Titel, 15 % auf Small-Cap Blend und 16 % auf Mid -Cap Value, was entsprechend die Fokussierung auf Valuetitel aus dem deutschen Mittelstand untermauert. Dazu passend liegt das KGV gem. Morningstar im Portfolio bei 9,81 (Vergleichsgruppe 1424, Index 14,67), auch das Preis-/Cash-Flow-Verhältnis ist beim Fonds günstiger (5,23 vs. 7,34 bzw. 7,58 in der Vergleichs­gruppe bzw. dem Index), und auch die Dividendenrendite ist beim Fonds mit 4,11 % höher als bei der Vergleichsgruppe mit 2,37 % bzw. 2,80 % beim Index. 

Fazit 
Das Thema Small Caps + Deutschland + Value ist absolut zeitgemäß und könnte zukünftig für gute Ergebnisse sorgen. Der Markt gibt für aktive Manager definitiv einiges her. Das Management Team des Value-Holdings Deutschland Fund ist sehr erfahren und kennt den deutschen Mittelstand ganz genau. Von daher sollten Investoren, die dieses Thema abdecken oder ausbauen wollen, oder eine Ergänzung im Depot suchen, sich näher mit dieser Strategie beschäftigen, das könnte sich auszahlen.

Die Greiff Research Institut GmbH veröffentlicht zweimal monatlich die Ergebnisse des qualitativen Researchs und der Fondsanalysen in der Publikation DER FONDS ANALYST. Dabei ermöglicht die Finanzierung über Abonnements eine neutrale und konzernunabhängige Berichterstattung. Das Leistungsversprechen an die Leser lautet: DER FONDS ANALYST bietet eine transparente, detaillierte Analyse des deutschen Marktes für Publikumsfonds, das Redaktionsteam ist dabei bewusst subjektiv.

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