Kolumne

Wer versteht die Welt?

Owning Your Brand’s Social Community Drives More Shoppers and Sales

Marcel van Leeuwen, Vorsitzender der Geschäftsführung, Senior Partner und Vermögensverwalter in der Deutschen Wertpapiertreuhand. Mehr Informationen gibt es hier.

Die globale Disruption, die sich derzeit vor unseren Augen vollzieht - von Strafzöllen über künstliche Intelligenz bis Kriege und diktatorische Tendenzen - stellt Investoren vor eine Grundsatzfrage: Sind Indexstrategien noch das Maß der Dinge?

Geht mal nach aktuellen Net-Inflow-Daten, lautet die Antwort ja. Die Mehrheit der Anleger vertraut darauf, dass Marktkapitalisierung der beste Indikator für attraktive langfristige Anlageergebnisse ist.

Am anderen Ende des Logikspektrums rücken derzeit die High Conviction Makro Strategien in den Vordergrund. Diese versuchen, aufgrund von ökonomischen, technischen und politischen Analysen zukünftige finanzielle Entwicklungen vorherzusagen. Werden diese Strategien die Indexstrukturen schlagen können?

Die Antwort auf diese Frage ist in hohem Maße abhängig von der Frage, inwieweit sich die Geschichte wiederholt. Wird sich die Zukunft innerhalb eines Korridors bewegen, dessen Größe durch die Vergangenheit begrenzt ist? Oder ist diesmal alles anders und werden wir strukturelle Effekte erleben, die wir nicht im Ansatz aus der Vergangenheit hätten ableiten können?

Wenn Sie die Zeit und Muße haben, kann ich nur empfehlen, sich für einen Moment dieser Frage zu widmen. Das Mindestergebnis, das dabei entsteht, ist, dass sich vermeintlich absolute Wahrheiten im Kapitalmarktgeschäft relativieren. Das erdet und macht bescheiden. Und Bescheidenheit kann unsere Welt derzeit gut gebrauchen.

FundSpotter Ausgabe 3/2025
Redaktionsperle